· 

TRI Circuit URI – Trotz Regen, ein abwechslungsreicher Triathlontag

Nach nun sieben Austragungen des Urner Triathlons fand am Sonntag zum ersten Mal der Uri Triathlon statt. Als Teil des TRI Circuit by Swiss Triathlon wurde das Programm dementsprechend erweitert und für alle Leistungsklassen würde ein Format geboten. Neben den TRI Circuit Kategorien School, Team, Experience und Competition fand auch ein PRO League Race by Swiss Triathlon und die Schweizer U23-Meisterschaft statt  (mehr hierzu auf www.swisstriathlon.ch). 

TRI Circuit School

Die Wettkämpfe wurde um 09:25 Uhr mit dem Wettbewerb TRI Circuit Kids eröffnet. Insgesamt 28 Schülerinnen und Schüler trotzten den widrigen Bedingungen bei leichtem Regen und lediglich 15 Grad. Nach nur 11.55 min hatte Manuel Arnold die Distanzen über 100m Schwimmen, 20 Kilometer Rad fahren und 1 km laufen hinter sich gebracht – ganz offensichtlich hatte ihn sein Vater Roman (Rennchef) gut über die Strecke gebrieft. Er siegte in seiner Kategorie (Knaben 12-13) vor Finn Staal und Matteo Nauer. In der Wertung U10 (Jahrgänge 2008/2009) stellten sich insgesamt 7 Athleten der Herausforderung. Die im Vergleich zu Manuel vier Jahre jüngeren Schüler benötigten natürlich etwas länger. Der Sieger war am Ende Tim Keller in einer Zeit von 13.43 Min. Bei den Mädchen konnte man kaum einen Leistungsunterschied zwischen den Altersklassen 12-13 und 10-11 feststellen. Die schnellsten drei Mädchen beider Altersklassen trennten nur wenige Sekunden im Ziel. Die schnellsten Schülerinnen waren Kesia Mächler (Mädchen 12-13), Leonia Aliu (Mädchen 10-11) und Giulia Zenklusen (Mädchen U10).

 

TRI Circuit Experience

Nach den Kindern machten sich die Athleten des TRI Circuit Experience auf den Weg durch den immerhin noch 19,1 Grad warmen Urnersee. Der Großteil des Felds machte sich demnach mit Neo auf die 500m lange Schwimmstrecke. Als Erster stieg Philipp Grosheny, dicht gefolgt von Martin Sauser aus dem Wasser. Sie konnten sich leicht vom späteren Sieger Christian Trujillo Polania absetzen. Durch einen schnellen Wechsel konnte Christian die Lücke jedoch schließen. So machte sich das Trio gemeinsam auf die 20km lange Radstrecke entlang des Sees. Christian und Philipp konnten auf der flachen Radstrecke Martin um ein paar Sekunden distanzieren. Durch einen weiteren schnellen Wechsel und die schnellste Laufzeit des Tages sicherte sich schließlich Christian Trujillo Polania den Sieg vor Martin Sauser und Philipp Grosheny. Patrick Mächler konnte sich mit der drittschnellsten Laufzeit (18:35,9 Min) den 5. Gesamtrang und somit den Sieg in seiner Altersklasse 45-54 sichern. Der älteste Teilnehmer im Feld war Daniel Lauper (Jahrgang 1960) aus Hergiswil.

 

Die schnellsten Männer des TRI Circuit Experience:

 

1. Trujillo Polania Cristian, 1996, Zürich 55.39,8

2. Sauser Martin, 2002, Leysin 57.06,7

3. Grosheny Philipp, 1989, Arlesheim 57.18,1

 

Bei den Frauen verließ als erste die Steffi Duss mit einer starken Schwimmleistung das Wasser. Lediglich 3 Männer waren vor Ihr aus dem Urner See gestiegen. Nach einem schnellen Wechsel machte Steffi dort weiter, wo sie aufgehört hatte. Neben der schnellsten Schwimmzeit bei den Frauen flog Sie über die Radrunden und stieg mit großem Vorsprung vom Rad. Am Ende lief sie einem ungefährdeten Sieg entgegen, obwohl die Zweitplatzierte Livia Wespe mit einer eindrücklichen Laufzeit von 18:58,0 Min Steffi nochmal Nahe kam. Das Podium wurde durch Corina Ryf aus Zürich komplettiert. Unter den 25 Frauen waren wieder alle Altersklassen vertreten. Die weiteren AK-Siegerinnen: Nicole Schuler AK35-44, Pascale Trümpy AK 45-54 und Angelika Hüsser AK55-64.

 

Die schnellsten Frauen des TRI Circuit Experience:

 

1. Duss Steffi, 1986, Walchwil 1:01.45,9

2. Wespe Livia, 2002, Schmerikon 1:02.11,2

 3. Ryf Corina, 1993, Zürich 1:06.22,8

 

 TRI Circuit Competition Olympisch

 

Die Kategorie Competition ist das Format, welches die ambitionierteren Sportler anspricht – oder die sich nicht mit den Jungen über die ganz kurzen Distanzen messen können oder wollen. Man möchte sich mit den besten Messen und kämpft um wertvolle Punkte für die Jahreswertung des TRI Circuit. Ab und zu kommt es auch dazu, dass bekanntere Athleten sich in diesem Format ins Teilnehmerfeld mischen. Beim Uri Triathlon war es Brigitte McMahon, die sich den Sieg sichern konnte. Den 2. Platz konnte sich Celine Schaerer vor Rahel Schnetzler sichern.

 

1. Brigitte McMahon, 1967, Baar, 2:03:06

2. Céline Schärer, 1990, Walchwil, 2:06:49

3. Rahel Schnetzler, 1988, Jona, 2:08:21

 

Beim Triathlon gewinnen selten Athleten mit einer Paradedisziplin. Es kommt vielmehr auf die Ausgeglichenheit aller drei Sportarten an. Einer der dies beherrscht ist der Sieger des TRI Circuit Competition Fabian Dutli vom Team Tempo Sport. Mit einer sehr guten Leistung in allen 3 Disziplinen konnte er sich den Tagessieg erkämpfen. Am Ende hatte er einen Vorsprung von über 3 Minuten auf Ivo Kistler vom Triathlon Club Zürich. Nur 8 Sekunden Vorspring betrug am Ende sein Vorsprung auf den drittplatzierten Kaspar Leuenberger. Dadurch war auf dem Podium der Herren drei verschiedene Altersklassen vertreten. Dutli konnte die AK 18-34 für sich entscheiden, Kistler die AK 45-54 und Leuenberger die AK35-44. Mit seinem Tagessieg konnte Dutli auch die Lücke in der Gesamtwertung auf Olivier Herbelin verkürzen.

 

Die schnellsten Männer des Tages auf der olympischen Distanz:

 

1. Dutli Fabian, 1990, Geroldswil 1:54.31,5

2. Kistler Ivo, 1969, Zürich 1:57.40,5

3. Leuenberger Kaspar, 1982, Zürich 1:57.48,5

 

Windschattenfreigabe – positiv oder negativ?

 

Bereits der vormalige Urner Triathlon hatte seine Rennen mit Windschattenfreigabe durchgeführt. Diese Tradition wollte man im OK weiterführen und als neue spannende Startoption für die AthletInnen des TRI Circuit positionieren. Als Drafting-Rennen als Teil des Circuits sind die Reglemente von Swiss Triathlon einzuhalten, die mit Blick auf die Sicherheit genaue Vorgaben für die Art des Velos machen. Diese Bestimmungen (z. B. klassischer Rennvelolenker ohne langen Aerobars oder keine Scheibenbremsen) führte wohl bei einigen AthletInnen zu einem vorzeitigen Startverzicht, andere äusserten ihren Unmut noch auf Platz. Hinzu kam, dass Drafting zwischen den Geschlechtern verboten bleibt – eine Regel, die bei einem Massenstartrennen schwierig zu kontrollieren ist. Der Appell an die Fairness wurde nicht von allen im gleichen Masse umgesetzt. Das OK wird sich diesem Punkt annehmen und für die nächste Austragung Anpassungen vornehmen.

 

Informationen

Ranglisten auf Datasport: https://services.datasport.com/2017/tri/urnertri/